Extremer Flugrostschaden – eine Sanierung, die in Erinnerung bleibt
Eine Wolke glühender Metallpartikel traf unmittelbar auf Fahrzeuge, die in Nähe der Bahngleise abgestellt waren, unter anderem auf einen Audi A6. Was daraus entstand, wurde zu einer außergewöhnlichen Herausforderung für unser Sanierungsverfahren.
Die folgende Videoaufnahme dokumentiert die extreme Schadensentstehung: Glühend heiße Metallpartikel trafen aus kürzester Entfernung in außergewöhnlichen Umfang und Menge auf das Fahrzeug. Betroffen waren Lack, Glas, Kunststoff- und Gummiteile. Mit einem klassischen Flugrostschaden hatte dieses Schadensbild kaum noch etwas gemeinsam – vielmehr handelte es sich um eine Extremform von Flexnebel.
Dieses und weitere Videos finden Sie in unserem Video-Portal.
Flugrost ist nicht gleich Flugrost
Vor über 40 Jahren entwickelten wir das einzige fachlich anerkannte Sanierungsverfahren für Flugrostverunreinigungen aller Art – vollständig säure- und schleifmittelfrei. Die Entwicklung kostete seinerzeit über 9 Millionen D-Mark.
Ausgangspunkt waren zunächst Metallpartikel, die beispielsweise aus Industriebetrieben austraten, sich auf Fahrzeugoberflächen ablagerten und dort anoxidierten. Damals wurde vielfach mit Säuren und abrasiven Mitteln gearbeitet. Säuren konnten über Scheiben und Dichtungen bis in Hohlräume gelangen und dort schwerste Spätfolgen verursachen. Abrasive Verfahren konnten Lackoberflächen dauerhaft schädigen und Kraterbildung verursachen.
Unser säurefreier Flugrostentferner und das vollständige Sanierungsverfahren veränderten diese Situation grundlegend. Über die Jahrzehnte wurden die Verfahren kontinuierlich weiterentwickelt – für unterschiedlichste industrielle Beaufschlagungen, Metallpartikel aus Verzinkereien und insbesondere Flexnebel.
Heute können vorhandene Flugrostpartikel durch unser spezielles Umschlagverfahren sogar sichtbar gemacht werden. Der charakteristische Pink-Umschlag zeigt die gezielte Reaktion unseres Flugrostentferners mit den Metallpartikeln unmittelbar an.
Ein Audi A6 mit besonderer Vorgeschichte
Der Audi war bereits rund ein Jahr zuvor bei uns. Damals hatten wir einen Bitumenschaden fachgerecht saniert und die Fahrzeugoberflächen anschließend mit unserer Silizium-Quarz-Versiegelung geschützt.
Nach dem erneuten Schaden wandte sich die Kundin wieder an unser Institut. Für uns entstand damit zugleich eine wissenschaftlich hochinteressante Situation: Die von uns sanierten und versiegelten Originaloberflächen hatten eine extreme reale Härteprüfung hinter sich – durch glühend heiße Metallpartikel, außergewöhnliche Partikelgrößen und eine massive Beaufschlagung aus unmittelbarer Nähe.
Das Ergebnis beeindruckte selbst uns.
Die von uns behandelten und versiegelten Flächen befanden sich nach dem Extremereignis generell in einem besseren Zustand als das zwischenzeitlich neu lackierte Dach des Audi.
Wir führen dies maßgeblich auf die damalige Sanierung und insbesondere auf die Silizium-Quarz-Versiegelung zurück. Sie trug entscheidend dazu bei, dass an den behandelten Flächen keine größeren bleibenden schadensbedingten Schäden entstanden.
Die Sanierung
Dieser Schadensfall verlangte nahezu das gesamte Wissen aus mehr als vier Jahrzehnten Forschung und Entwicklung. Selbst wir mussten zwischenzeitlich hinterfragen, ob sich das extreme Schadensbild vollständig beseitigen ließ, ohne die unterschiedlichen Fahrzeugoberflächen zu beschädigen.
Es ist gelungen.
Die schadensbedingten Metallpartikel wurden mit unserem fachlich anerkannten Verfahren vollständig säure- und schleifmittelfrei von Lack, Glas, Kunststoff und Gummi entfernt.
Bereits vorhandene Steinschläge, Bearbeitungsspuren, Kratzer, Quellungen und bestehende Lackprobleme wurden vom eigentlichen Schadensbild abgegrenzt und waren selbstverständlich nicht Bestandteil der Sanierung.
Nach erfolgreicher Sanierung erhielt der Audi A6 erneut unsere Silizium-Quarz-Versiegelung.
Das Ergebnis spricht für sich.
Für uns ist dieser Audi weit mehr als ein erfolgreich sanierter Flugrostschaden. Er stellt eine außergewöhnliche reale Härteprüfung unserer über Jahrzehnte entwickelten Verfahren und Materialien dar und liefert zugleich Erkenntnisse, die unmittelbar in unsere weitere Forschungs- und Entwicklungsarbeit einfließen.
Eine Sanierung, die in der Fachwelt Aufmerksamkeit erhalten wird – und ein Audi A6, der uns aufgrund seiner spektakulären Schadensentstehung und des außergewöhnlichen Ergebnisses wohl immer in Erinnerung bleiben wird.